Informelle Bürgerbeteiligung mit der Landrätin Stefanie Bürkle und dem Planer Thomas Blum auf dem Inzigkofer Rathausplatz

Landrätin Stefanie Bürkle: „Die Bürgerinitiative hat ihrerseits in den vergangenen Jahren viel Engagement und Mühen auf sich genommen und auch eine creative Idee erarbeitet - diese BI-Trasse - auch diese wollen wir in die Betrachtungen mit hineinnehmen, auch diese Trasse wollen wir gutachterlich untersuchen lassen.“

 

„Was die Region von dieser neuen Straße hat: „Ich glaube, wir sind zwischenzeitlich ein Nadelöhr entlang dieser B311 geworden - die Strecke zwischen Ulm und Freiburg. Wenn sie von Freiburg heraufkommen, ist die Strecke gut ertüchtigt bis Tuttlingen. Das kann jeder, der von außen zu uns fährt, nachvollziehen. Wenn sie von Ulm herkommen, wird die Strecke aktuell ertüchtigt mit der Querspange in Erbach, mit der Umfahrung in Unlingen; und dann sind sie im Landkreis Sigmaringen. Dann geht’s um kräftige Kurven, da verlangsamt sich der Verkehr extrem, da staut sich auch der Schwerlastverkehr. Wir haben einen unglaublich hohen Schwerlastverkehr-Anteil auf dieser Strecke. Deswegen wollen wir die Ortschaften – die Menschen in diesen Ortschaften – von diesem Schwerlastverkehr entlasten, eine Flüssigkeit in den Verkehrsfluss auf dieser Achse hineinbekommen und auch eine leistungsfähige Ost-West-Verbindung südlich dieser Achse Karlsruhe-Stuttgart–Ulm innerhalb des Landes Baden-Württemberg, im Süden Baden-Württembergs bekommen.“

 

„Wir investieren jetzt eine Menge Geld in die Planung dieser B 311, 10 - 12 Millionen bis zum Planfeststellungsbeschluss über all die Jahre hinweg, weil wir der festen Überzeugung sind, dass der Schwerlastverkehrsanteil kräftig steigen wird in den nächsten Jahren – unabhängig davon, ob die Straße jetzt geplant und gebaut wird oder nicht. Weil wir eine Region sind, die starke Wirtschaftsräume miteinander verbindet - das hat die PTV-Studie schon vor ein paar Jahren gezeigt. Diese Verbindung geht eben durch unseren Raum. Deswegen wollen wir die Menschen, die entlang dieser Straße leben, von den Belastungen, die sie spüren, entlasten. 

 

Das zweite, was wir tun, ist, dass wir als Landkreis in eine Aufgabe eingestiegen sind, die auch nicht originär unsere wäre. Aber dadurch, dass der Landkreis selbst plant, haben wir in den Planungen einen Zeitvorteil, weil das Land erst nach 2025, wahrscheinlich erst 27-28 mit den Planungen begonnen hätte. Wir haben begonnen 2020. Wir haben auf jeden Fall 5-6 Jahre Planungszeit eingespart, vielleicht auch 7-8.“

 

 

Projektplaner Thomas Blum: „Wir reden hier von einem Großprojekt. Insgesamt muss eine Fläche von 24.000 Hektar untersucht werden. Die Varianten, die schon gesetzt sind, müssen untersucht werden und es kommen noch weitere Varianten hinzu. Wir haben uns das Ziel gesetzt, dass wir 2028 den Planfeststellungsantrag stellen können. Dann läuft das Planfeststellungsverfahren über mindestens zwei Jahre, abhängig von Einwendungen. Aber das ist schon ein ambitioniertes Ziel. Wir können den Planungsprozess optimieren und jede Planung zum richtigen Zeitpunkt machen. Einzelne Gutachten sind schon vergeben. Das Fachgutachten Flora, Fauna - die faunistische Planungsraumanalyse - ist schon abgeschlossen. 

Ende September werden wir intern ein Planungsgespräch machen, weil unser Ziel ist, Ende 2023 die Voruntersuchung abzuschließen. Das Ergebnis der Voruntersuchung ist die Zielvariante oder Vorzugsvariante aufgrund der ganzen 50 bis 60 Gutachten und rechtssicheren Abwägungen der verschiedenen Kriterien und Schutzgütern - unter den jetzt fünf gesetzten Trassen, aber vielleicht kommt ja noch die eine oder andere Variante oder Untervariante dazu. 

Diese wird dann beim Landesverkehrsministerium eingereicht – wobei die Abstimmung mit dem Land ständig passiert. Dann gibt es die sogenannte Bund- und Länderabstimmung. Wenn beide ihr OK gegeben haben, dann steigen wir in die nächste Phase ein. Das ist die Vertiefung dieser Vorzugsvariante – die Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung. Das Ergebnis sind dann die Planfeststellungsunterlagen, die wir 2028 einreichen wollen. So sieht der Zeitplan im Moment aus. Da muss alles gutgehen, wenn wir das schaffen. Aber man muss sich Ziele setzen, sonst kann man sie auch nicht erreichten. Und 2028 ist auch kein Versprechen, denn es gibt Dinge, auf die haben wir keinen Einfluss.“

Bürgermeister von Inzigkofen Bernd Gombold: „Auch wir – der Gemeinderat hat schon vor Jahren klar Position bezogen - sind sehr für eine leistungsfähige Ost-West-Verbindung als Lückenschluss zwischen Mengen und Meßkirch. Es ist kein Geheimnis, dass wir die Nordtrasse ablehnen, sondern, ganz wie in ihrem Logo „gute Verbindung“ dargestellt: Die beste Verbindung ist einfach der Strich zwischendurch, gerade in der Mitte!“

 

 

Viktoria Gombold-Diels, Ortsvorsteherin für Vilsingen: „Ich wünsche mir, wie dort steht, eine „gute Verbindung“ zwischen Mengen und Meßkirch - dass diese neue Straße unsere Bevölkerung und unser Bürger eint und nicht auseinanderdividiert, dass nicht zugunsten von einer Ortschaft zur anderen Vorteile und Nachteile an dieser Straße entstehen. Das ist mein größter Wunsch!“

 

 

René Laplace, Gemeinderat von Inzigkofen und aktiv in der Bürgerinitiative: „Über den Lauf der Jahre hat man gelernt, die Dinge auch einmal größer zu betrachten. Es ist richtig, dass man mit der tollen Straße mehr Verkehr herzieht, aber mir graut vor dem Tag, wenn Erbach, Riedlingen und auch Immendingen ihre Umgehungsstraßen haben. Dann bekommen wir mehr Verkehr, und zwar von Stuttgart hier herunter, und dann liegt es nicht an unserer Straße. Wir haben jetzt die Chance, für Generationen, für unserer Kinder und Kindeskinder die Weichen zu stellen. Wenn die in diesem Verkehrskollaps groß werden müssen, weil wir nichts tun, dann werden die uns das auch vorwerfen. Die anderen Städte machen ihre Ortsumfahrungen. Wir sind im Zugzwang, wir müssen etwas tun! Der Verkehr wird mehr, aber nicht, weil wir etwas tun, sondern weil die Achse insgesamt durchfahrbar ist!“

 

 

Friedrich Baur, Spediteur: „Ich bin mit LKW sehr fleißig unterwegs, einmal von der Strecke Mengen Richtung Sigmaringen - Balingen sowie auch Richtung Bodensee. Von meiner Seite aus, ist es sehr mühsam durch die Ortschaften Scheer und Sigmaringendorf. Auch wenn ich nach Sigmaringen komme und nach Balingen will, muss ich durch diese ganzen Umgehungen und belästige den Verkehr sehr. Wenn ich an den Bodensee fahre, wenn ich Rulfingen fahre, Mengen mit vier Kreisverkehren umfahre, dann habe ich Krauchenwies mit dem Abstieg mit den Kurven, dann Göggingen und Menningen, durch die man durchfährt – wo man die Geschwindigkeit auch nicht unbedingt einhält. Wenn man Zeit hat nach den Alternativen zu schauen, gibt es die Südumfahrung durch das Ablachtal, die Eisenbahnstrecken und das überflutete Gebiet.

Es ist für mich wichtig, für alle diese Gemeinden eine Strecke zu finden, die einfach grade durchgeht, den gradesten Weg hat und nicht nur den südlichen oder nur den nördlichen Bereich entlastet, sondern beide. Dabei ist die BI-Trasse nach meiner Ansicht sehr wichtig! Der Umweltschutz ist auch ein ganz großes Thema. Straßenbau ist ein Teil Umweltschutz. Wenn wir günstigere Straßen haben, haben wir weniger Abgase, haben weniger Lärm und haben die Belastungen für die Bevölkerung nicht. Deswegen ist es für mich sehr wichtig, ordentliche Straßen zu haben, um Kraftstoff zu sparen, Umwelt zu sparen und die Leute sehr zu entlasten.“

 

 

Lothar Scheit, ehemaliges Mitglied im Kreistag, ehem. Stadtrat Sigmaringen und ehem. Ortsvorsteher von Laiz: Für Laiz ist die Nordtrasse keine Entlastung – im Gegenteil: Es gibt sogar eine sehr große Belastung. Wenn die Fahrzeuge oben sind (Inzigkofen) und dann hinunter ins Tal fahren, und unten beim Freibad um die Kurve kratzen und wieder hinauffahren müssen bis nach Josefslust und über den Hipfelsberg wieder Richtung Ennetach: Das ist einfach falsch! Da durch den Wald müsste man durch! Das geht eben durch! Das ist mit den Grünen nicht machbar. Das weiß ich. Das wäre aber das Richtige und früher hat man gesagt, zwischen Ulm und Freiburg fehlt eine Autobahn. Das gibt aber nie eine Autobahn, was man hier plant. Da müsste man durch, dann könnte man auch vierspurig machen, wenn die Grünen einmal nicht mehr so viel zu sagen haben!“

 

 

Bruno Dreher, Vorsitzender der Bürgerinitiative: „Ich werde keine Karte mit neuen Vorschlägen abgeben, denn unsere BI-Trasse ist so super – Herr Blum und die Frau Landrätin kennt sie – da gibt es nichts weiter dazu zufügen. Sie nehmen einfach die Trasse des Logos, mittendurch. Das entspricht genau unserer Trasse. Sie streichen den Begriff „gute Verbindung“ und sagen „beste Verbindung“ und dann stimmt doch alles. 

An alle Leute, die glauben, der Verkehr soll abnehmen: Die bitte ich, dann auch nichts mehr bei Amazon zu bestellen, nichts mehr im Internet und nicht erwarten, wenn ich heute bestelle, dann ist es morgen schon da. Wir brauchen die Straße, weil Amazon nun in unserem Raum das Verteilzentrum hat, mit 2400 zusätzlichen Fahrzeugen. Deshalb müssen wir reagieren.

Danke, dass wir, die Bürgerinitiative, nachdem wir 15 Jahre ruhig im Sessel gesessen waren, wieder aktiv werden durften – wir haben das gerne gemacht, weil wir mit Edgar Kempf auch einen guten Planer haben.“

B311n / B313: Landrätin kommt vor Ort

Landrätin Stefanie Bürkle besucht mit Projektmanager Thomas Blum und dem jeweiligen Bürgermeister alle sieben Gemeinden entlang der B311n / B313 zwischen Meßkirch und Mengen. 

 

„Wir möchten Ihnen zeigen, wie die Planungen angelaufen sind und die Fragen und Themen aus der Region zu dem Planungsprozess aufgreifen, um diese transparent und offen zu bearbeiten“, so Bürkle. Jeweils eine Stunde lang möchte sie vor Ort in den Gemeinden aber vor allem zuhören und die Anliegen der Bürgerschaft aufnehmen. „Wir starten nun in die konkreten Planungen. Wir wollen von Anfang an ein offenes Ohr haben und die Fragen und Themen der Menschen entlang der Strecke berücksichtigen“, sagt Bürkle.

 

Neben den Bürgerinnen und Bürgern werden auch viele Fachleute in die Planungen eingebunden. Der Beratende Begleitkreis mit den Bürgermeistern, Fraktionsvorsitzenden des Kreistags, dem Regionalverband und der IHK tagte vor kurzem das erste Mal. Die Facharbeitskreise zu den Themen Verkehr und Umwelt folgen im kommenden Jahr, sobald erste Untersuchungsergebnisse vorliegen. Nach und nach werden nun immer mehr Gutachten etwa zu den Auswirkungen auf die Umwelt oder den Verkehr vergeben. Was dabei herauskommt, soll sowohl mit Fachleuten als auch mit der Bürgerschaft diskutiert werden.

 

 

Um den Verkehr aus den Orten herauszubekommen, Anwohner zu entlasten sowie eine leistungsfähige und zeitgemäße Verkehrsinfrastruktur zu schaffen, hat sich der Landkreis entschieden, die Planungen selbst voranzutreiben. „So können wir die Gemeinden und Bürgerinnen und Bürger vor Ort gut mit einbeziehen und gleichzeitig sicherstellen, dass die Planungen zügig voran gehen“. Auch wenn unser Ausgangspunkt die linienbestimmte Nordtrasse ist, so gibt es keine Festlegung auf eine bestimmte Trasse. „Wir untersuchen gerade den gesamten Raum zwischen Mengen und Meßkirch“, stellt Projektmanager Thomas Blum klar.

 

 Informationen zu Projekt B311n / B313 finden Sie auf der Projektinternetseite: http://www.b311n-b313.de

Der Straßenplaner Thomas Blum berichtet dem Gemeinderat Inzigkofen

„Ich muss schon sagen, diese B311/313 ist ein Großprojekt. Wenn man die Teuerungsrate mit hineinnimmt, sind wir bei 130 Millionen, aber die Zahl ist genauso falsch, wie sie richtig ist, weil wir noch gar nicht wissen, welche Variante überhaupt kommt.“

 

„Die Laufzeit des Bundesverkehrswegeplans endet 2030. Das heißt Risiko ohne vorherige Planung. Wenn man nicht begonnen hätte, wäre das Risiko da, dass das Projekt nicht mehr in den Vordringlichen Bedarf kommt. Man hat aber nur die Möglichkeit zu planen, wenn ein Projekt im Bundesverkehrswegeplan im Vordringlichen Bedarf ist. Wenn es bei der Fortschreibung herausrutscht, dann passiert mit Sicherheit die nächsten 25 bis 30 Jahre nichts mehr.“

 

„Der Zeitpunkt und die Reihenfolge der Projektumsetzungungen hängen auch vom Planungsstand ab. Wenn der Bundesverkehrswegeplan fortgeschrieben wird, dann wird auch darauf geschaut, wie weit die Projekte sind, welcher Planungsstand erreicht ist. Projekte, die einen weiten Planungsstand haben, haben auch eine viel größere Chance auch irgendwann umgesetzt zu werden als Projekte, die noch gar nicht begonnen worden sind.“

 

„Als erstes kommt die Bedarfsplanung, wie sie aus dem Bundesverkehrswegeplan gekommen ist und wir befinden uns jetzt in der Vorplanung. Wir haben jetzt die ganze Raumordnung nach Varianten untersucht. Die Nordtrasse ist jetzt noch Gesetz - gesetzlich. Es gibt nichts anderes, aber die Grundlage sind alle Varianten, die damals untersucht worden sind, plus die Trasse der Bürgerinitiative. Bei allen Aufträgen, die wir im Moment vergeben, sind diese alle Bestandteil des Auftrags. Es werden sicherlich im Zuge der Planungen weitere Varianten dazukommen, oder Untervarianten, ich sage auch Alternativen. Diese werden alle ergebnisoffen untersucht.“


„Die Planungen werden am Stück durchgezogen, Gutachten werden dann gemacht, wenn man sie braucht, aufeinander abgestimmt, um die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Die Finanzierung bis zum Planfeststellungsbeschluss ist schon gesichert. Somit können wir Planungen und Gutachten so starten, wie wir es für richtig halten.“

 

„Nach dieser Voruntersuchung muss als Ergebnis eine Vorzugsvariante herauskommen. Alle Gutachten sind dann abgewogen. Das muss ein transparenter Prozess sein. Da sind Sie dann auch beteiligt, aber nicht im Entscheiden, denn das formelle Verfahren kommt erst später im Planfeststellungsverfahren. Aber man möchte jetzt durch die Öffentlichkeitsarbeit und die Facharbeitskreise und auch durch einen Bürgerdialog so viel wie möglich einfließen lassen, damit dann da auch der Planungsvorgang abgeschlossen ist. Jeder soll die Möglichkeit haben, nachzuvollziehen, warum welche Entscheidungen getroffen worden sind und warum man zu dieser Vorzugsvariante gekommen ist und nicht zu einer anderen.“

 

„In letzten Quartal 2023/ erstes Quartal 24 sind wir dabei, dem Land die Voruntersuchung mit der Zielvariante / Vorzugsvariante vorzulegen.“

 

„Wir wollen unsere Planungsunterlagen dann so weit haben, dass wir in 2028 die Planfeststellung einreichen können. Das ist unser großes Ziel. Wir können es schaffen, aber da gehören auch Sie dazu. Je geschlossener eine Region auftritt, umso einfacher ist es für die Planer. Es wäre machbar bis 2028.“

„Ich wäre froh, wenn wir fair miteinander umgehen!“

Die Zusammenarbeit mit dem Büro "team ewen“ hat begonnen

Das vom Landkreis für die Moderation des Beteiligungsprozesses beauftragte Büro "team ewen" aus Darmstadt ist mit unserer Bürgerinitiative in Kontakt getreten. 

In einem ersten Schritt führt das Moderationsbüro eine Themen- und Stakeholderanalyse durch, auf dessen Grundlage ein Beteiligungskonzept erarbeitet wird. Dabei werden die einzelnen Interessensgruppen in Beziehung zueinander gesetzt und die jeweiligen Interessen priorisiert. So kann bereits in der Anfangsphase der Entwicklung des Projektes die Strategie der einzelnen Interessensgruppen identifiziert und gezielt auf deren unterschiedliche Interessen eingegangen werden, um diese bei der Planung und späteren Umsetzung zu berücksichtigten und bestmöglich zu erfüllen.

 

Ein erstes, aber ausführliches Telefongespräch führte Yvonne Knapstein vom Büro Team ewen mit unserem ersten Vorsitzenden Bruno Dreher am 31.3.2021. Folgende Themen wurden hier behandelt:

 

  • Was war der Grund für die Gründung der BI?
  • Was hat uns bewegt, so lange durchzuhalten?
  • Wie hoch ist der Mitgliederstand?
  • Wie ist der Rückhalt bei den betroffenen BürgerInnen?
  • Was waren unsere bisherigen Aktivitäten?
  • Was erwarten wir vom team ewen?
  • Was wollen wir?: Unsere Alternativtrasse!
  • Unterstützen wir auch eine andere Trassenführung?
  • Was passiert, wenn die Ergebnisse für die Nordtrasse sprechen?: "Rechtliche Schritte" angekündigt.
  • Wollen wir in allen Gremien und Arbeitskreisen vertreten sein?: Klar selbstverständlich!
  • Wald oder landwirtschaftliche Flächen?
  • Anzahl der Grundstückeigentümer
  • Fürstenhaus
  • Betroffene Gemeinden 

 

Am 8. April 2021 fand außerdem eine Videokonferenz statt. Edgar Kempf und Markus Fiederer von unserer Bürgerinitiative, sowie Yvonne Knapstein und Fridtjof Ilgner vom Büro team ewen waren hierbei die Teilnehmer. In dieser Konferenz wurde der Standpunkt unserer Bürgerinitiative zur Nordtrasse dargelegt und anschließend unser Vorschlag, die Alternativtrasse M&M, mit allen Vorteilen präsentiert und erklärt. Für dieses Gespräch hatten sich alle Teilnehmer viel Zeit genommen, sodass alle anfallenden Fragen geklärt werden konnten. Eine zusätzliche Exel-Datei mit Berechnungen unterstützte dabei den Standpunkt der Bürgerinitiative.

Die Planungen für die Bundesstraße 311 / 313 habe von vorne begonnen

Straßenbaumeister Thomas Blum ist im Landkreis Sigmaringen für die Planung der neuen Nordtrasse B 311/313 zuständig. Er ist Leiter der Stabstelle im Landratsamt und informierte jüngst den Gemeinderat in Meßkirch, wie es weitergeht. Dabei machte er sich überraschend für die Bürgerinitiativen „Nein zur Nordtrasse“ und „Lebenswertes Göggingen und Umgebung“ stark

.„Ich finde es klasse, dass es Menschen gibt, die sich engagieren“, sagte Thomas Blum. Es sei nicht mehr zeitgemäß, die Öffentlichkeit und damit auch Bürgerinitiativen nicht zu hören. „Diskutieren ist natürlich anstrengend“, sagte Blum. Aber man könne den Menschen heutzutage auch nicht mehr einfach etwas vor die Nase bauen. Klar sei auch, dass das Ergebnis nicht allen gefallen wird. „Aber wir versuchen, die Menschen mitzunehmen. Das finde ich wichtig“, betonte Blum. Im Januar 2021 wurde mit der Umsetzung des Konzepts zur Bürgerbeteiligung begonnen. Das beauftragte Moderationsbüro aus Darmstadt berät derzeit über die Zusammensetzung der Arbeitskreise Verkehr und Umwelt sowie des politischen Begleitkreises. Eine entsprechende Projektinternetseite wird vorbereitet, um möglichst viel Transparenz zu schaffen. Paarallel laufen einige Untersuchungen. Im Februar wurde die faunistische Planungsraumanalyse abgeschlossen, die nun Grundlage für das Umweltgutachten ist. Die Vergabeverfahren für Verkehrsuntersuchungen und das Fachgutachten Fauna und Flora werden bis Mai abgeschlossen sein und sollen dann beauftragt werden. Im Februar wurden die Vergabeverfahren für eine Umweltverträglichkeitsstudie und das Fachgutachten Forst/Waldwirtschaft eingeleitet. Weitere Gutachten und Fachplanungen folgen im Planungsprozess.

 

(Auszug des Artikels vom 5.4.2021 im Südkurier, siehe unter Presse)

Im Landratsamt geht es mit der Straßenplanung voran

Der Leiter der Stabsstelle Straßenbauprojekt im Landratsamt Thomas Blum im Interview mit dem Südkurier: 

„Im Grunde muss mit dieser Planung von vorne begonnen werden. Denn es müssen sowohl aktuelle Gerichtsentscheidungen zu Straßenbauprojekten wie auch die geltenden Richtlinien für solche Projekte berücksichtigt werden. Alle bisher schon einmal in die Diskussion gebrachten Varianten einer solchen Trasse werden unter die Lupe genommen. Es kann auch sein, dass die eine oder andere Variante noch dazukommt. Die Nordtrasse, die im Zusammenhang mit dieser Straßenbauplanung in der jüngeren Vergangenheit immer wieder genannt wurde, ist keinesfalls bereits als sicher gesetzt.“ (Vor dem Verwaltungs- und Sozialausschuss des Kreistags im Dezember vergangenen Jahres) 

 

Was bisher geschah:

Im Dezember 2020 wurde ein Vertrag mit dem bundesweit tätigen Moderationsbüro „team ewen“ aus Darmstadt geschlossen, um das Projekt nach außen dazustellen und die Öffentlichkeit zu beteiligen. Dieses Büro hat große Erfahrung im Konflikt- und Prozessmanagement sowie in der Öffentlichkeitsbeteiligung bei Planungen von Verkehrs- und Mobilitätsprojekten. 

 

Woran wird gearbeitet:

Mitte März wird über die Zusammensetzung der Arbeitskreise Verkehr und Umwelt sowie des Politischen Begleitkreises beraten. 

Eine eigene Projektinternetseite wird gerade vorbereitet.

Die Beteiligung von Bürgerinitiativen und Bürgern am Planungsprozess wird im März mit dem Moderationsbüro abgestimmt.

Folgende Gutachten werden noch im ersten Halbjahr 2021 vergeben: Eine Verkehrsuntersuchung, die beiden Fachgutachten zu Fauna und Flora, eine Umweltverträglichkeitsstudie, das Fachgutachten Forst/Waldwirtschaft, sowie das Verfahren für die Objektplanung Verkehrsanlagen und Vermessung. Weitere Gutachten und Fachplanungen folgen im weiteren Planungsprozess. 

 

(Auszug und Zusammenfassung des Artikels von 18.2.2021 im Südkurier siehe unter PRESSE)

25 Jahre Bürgerinitiative „Nein zur Nordtrasse – für eine Trassenführung der Vernunft und Zukunft“

Thomas Blum und Stefanie Bürkle im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung

Grafik: Matthias Wagner
Grafik: Matthias Wagner

Landrätin Stefanie Bürkle und der neue Planungsingenieur Thomas Blum, der sich seit Sommer im Auftrag des Landratsamts um einen Neubau der Ortsverbindung zwischen Mengen und Meßkirch kümmert, trafen mit der Schwäbischen Zeitung zu einem Gespräch zusammen.

Die dort angesprochenen Themen sind in der Schwäbischen Zeitung vom Freitag, den 6.11.2020 auf Seite 13 nachzulesen: „Die Straßenplanung beginnt von vorne“ von Michael Hescheler. (Siehe auch unter Presse)

Thomas Blum (Foto: Alexander Stertzik)
Thomas Blum (Foto: Alexander Stertzik)

Zitate des Gesprächs:

Thomas Blum: „Wir brauchen eine möglichst verkehrssichere Straße, weil hier die Autofahrer wegen des geballten Schwerlastverkehrs risikobereiter beim Überholen sind.“ „Bürger sollen die Möglichkeit bekommen, die getroffenen Entscheidungen nachzuvollziehen.“ 

„Die Bürger dürfen mitreden, aber nicht entscheiden.“ 

„Ich habe noch nie eine Region erlebt, die so hinter einem Projekt steht wie der Kreis Sigmaringen.“

 

Stefanie Bürkle: „Wir beginnen auf einem weißen Blatt Papier und schauen uns alles noch einmal neu an.“

„Ich sage, das wird ausschließlich eine fachlichen Entscheidung, ohne Einfluss der Politik.“

„Die ganzen Planungen von früher können nicht mehr die Blaupause sein“

Bürgerempfang am 2.Oktober 2020 in der Sigmaringer Stadthalle

mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Landrätin Stefanie Bürkle

 

Zitat Winfried Kretschmann:

„Ich werde allerdings sehr strikt darauf achten – das will ich deutlich sagen: Die ganzen Planungen von früher können nicht mehr die Blaupause sein. In den letzten 20 Jahren hat sich unglaublich viel getan. Das muss man alles objektiv prüfen, sowohl die Nord- wie auch die Südvariante. Ich werde schon sehr darauf achten, dass dies auch objektiv geschieht und man nachher auch das macht, was am besten ist und die Umwelt und die Menschen am wenigsten belastet und verkehrstechnisch einfach das beste Projekt ist.“ 

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https://youtu.be/ugUuoPWFa7E?t=4458
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Frage von Heinrich Walter (2. Vorsitzender der Bürgerinitiative) zur unsicheren Finanzierung von Straßenprojekten, ausgelöst durch die Corona-Krise. Wird Corona die Umsetzung solcher Projekte erschweren, weil, wenn die Krise überstanden ist, nicht mehr so viel Geld vorhanden ist, wie vorher da war?

 

Antwort Winfried Kretschmann: Das ist natürlich gut möglich, dass Dinge gestreckt werden müssen. Das kann man allgemein mal vermuten. Wir haben 13 Milliarden neue Schulden gemacht, auch die vom Bund sind erklecklich. Wir wissen natürlich nicht, wie die Erholung der Wirtschaft geht und wieviel Steuereinnahmen kommen. Aber wir haben auch optimistische Ansagen, zum Beispiel wie jetzt von Chefökonom der LBBW. Aber das wird man dann sehen. Was den Automobilsektor betrifft, der ist ja ein Großteil unserer Wertschöpfung, der wird sich nicht so schnell erholen. Das wird man sehen! Das betrifft dann die ganze Haushaltsführung.  Ich kann nicht sagen, weil Corona gekommen ist, wird das Projekt nicht gemacht. Das wäre natürlich Blödsinn! Es kann sein, dass wir insgesamt weniger Haushaltsmittel zur Verfügung haben, dann wird man sehen, was dann langsamer vorangeht. Das kann man nicht an der B311 festmachen.

 

Frage Redakteur Michael Hescheler: Der Landkreis hat jetzt die Initiative ergriffen und plant in Eigenregie dieses Projekt in Abstimmung mit dem Landesverkehrsministerium. Auch da fließen Mittel.  Der Landkreis muss dieses Geld nicht alleine stemmen. Er hat die Anrainerkommunen mit ins Boot genommen und bekommt Zuschüsse aus Stuttgart. Ist es richtig, das jetzt zu tun, um sich da einen Vorsprung zu holen, durch diese Planungen? Wie schätzen Sie diese Initiative des Landkreises ein? 

 

Antwort Winfried Kretschmann: Die Strecke ist im Vordringlichen Bedarf, jetzt durch den Bund. Dadurch wird sie geplant und man plant natürlich die Dinge, die im Vordringlichen Bedarf sind, nacheinander, weil man weder die Kapazität noch die Mittel hat, dies auf einmal zu machen. Da gibt es natürlich Prioritäten. Die Planung hätte für die Linienführung Meßkirch - Mengen ab 2025 begonnen. Der Kreis will, dass man schneller diese Linienführung eruiert und plant. Der Kreis hat sich mit dem Verkehrsministerium committed und wird mit Eigenmitteln in die Planungen einsteigen. Wir werden ihn dabei unterstützen und stehen natürlich gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. Das wird gemacht und das ist ein Pilot. Wir probieren mit dem Kreis aus, ob sich so etwas bewährt. Das machen wir jetzt mal so! 

 

Zur Trasse hat jede Seite wichtige Argumente vorgetragen und das wird jetzt im Linienverfahren eruiert und geprüft. Die Debatte wird kontrovers verlaufen. Ich wohne ja bekanntlich in Laiz und womöglich geht eine Trasse an mir vorbei. Jetzt bin ich aber zugleich auch Ministerpräsident. Deswegen bin ich da ein bisschen zurückhaltend. Das müssen Sie einfach verstehen! Die Behörden sind Entscheidungsträger, die das machen und darüber entscheidet ja nicht der Ministerpräsident – den Eindruck will ich auch nicht erwecken! Wir leben ja nicht in einer Bananenrepublik, wo man sagt: „Aha, da wohnt der MP, dem kann man eine Straße nicht zumuten, also kommt sie dort auf keinen Fall vorbei.“ – Das geht natürlich nicht! Deswegen bin ich da jetzt zurückhaltend, das zu beurteilen. Ich werde aber darauf achten, das dies sehr sehr korrekt erfolgt!

 

Frage Michael Heschler: Es gibt zwei Bürgerinitiativen, die den Schulterschluss geübt haben, schon vor längerer Zeit. Sie haben ein gemeinsames Alternativmodell ins Spiel gebracht. Hilft es für die Planungen und die Akzeptanz des Projekts, dass diese beiden Bürgerinitiativen jetzt konstruktiv mitarbeiten wollen? 

 

Antwort Landrätin Stefanie Bürkle: Mich hat es sehr gefreut, dass beide Bürgerinitiativen eine sehr konstruktive Haltung einnehmen: „Ja, wir wollen uns aktiv einbringen, um die bestmögliche Linienführung zwischen Mengen und Meßkirch zu erreichen.“ Die eine hat formuliert „für eine Trasse der Vernunft“. Ich glaube, das ist die Aufgabe, die wir jetzt alle miteinander haben. Wissend, dass es immer, egal welche Variante schlussendlich gewählt wird, Interessen im Raum gibt und sicher auch noch Diskussionen geben wird. Ich mach mir da gar keine Illusion. Aber uns ist sehr bewusst – und auch in den Gesprächen mit dem Verkehrsministerium und auch mit dem Regierungspräsidium, mit denen wir ja einen Betreuungsvertrag abgeschlossen haben - dass wir in dem Bereich zwischen Nord und Süd - ich sage jetzt Nord die B313 und Süd die B311 - diesen Korridor betrachten müssen, wo die beste Linienführung ist. Da gab´s in der Vergangenheit, vor dem letzten Raumordnungsverfahren vier Varianten, die dann gegeneinander und untereinander abgewogen worden sind. Die Bürgerinitiativen haben jetzt eine weitere Variante mit betrachtet. Unsere Aufgabe wird jetzt sein, zum einen die aktuellen Verkehrsströme zu betrachten – wo ist die beste Bündelungswirkung, wo sind die geringsten Eingriffe - und dann zu betrachten, das ist das zweite große Themenfeld, wie sind die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Und auch den kompletten Raum zu betrachten: Wo hat sich in der Natur, oder auch in der Siedlungsentwicklung das eine oder andere verändert, seit 1996. Es kann sein, wir kommen nach der Betrachtung zum gleichen Punkt, wo die Planer damals gelandet sind, es kann aber auch sein, dass wir woanders landen werden. Unser Ziel ist es jetzt, mal mit den Planungen zu starten, damit all die Diskussionen, die in den Gemeinden genauso wie in den Bürgerinitiativen über viele Jahre gelaufen sind, kanalisiert sind und ergebnisorientiert ausgerichtet werden. Damit wir zum Zeitpunkt X dann einen Planfeststellungsbeschluss durch das Regierungspräsidium haben und dann eine Umsetzung haben - auch der dann geplanten Maßnahme. Aber auch da: Wir müssen jetzt einfach starten!

 

Stellungnahme der Bürgerinitiativen „B 311 neu“: Die große Chance darf nicht verspielt werden

 

(als Reaktion auf die Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom 4., 11., und 12. September, zu finden unter „Presse") 

 

Mit großem Erstaunen haben die beiden Bürgerinitiativen „Nein zur Nordtrasse – Für eine Trassenführung der Vernunft und Zukunft e.V.“ sowie „Lebenswertes Göggingen und Umgebung e.V.“ zur Kenntnis genommen, dass der Fraktionschef der Grünen im Stuttgarter Landtag, Andreas Schwarz, das Projekt der dringend erforderlichen Ost- West-Verbindung durch den Landkreis Sigmaringen („B 311 neu“) angesichts leerer Kassen in Frage stellt.

 

Eine Infragestellung der durch den Landkreis vorangetriebenen Planung „B 311 neu“ ist für die Anliegen der Bürger unseres Landkreises, insbesondere für die direkt be- troffenen Gemeinden, nicht zielführend. Sie ignoriert darüber hinaus den derzeitigen Sachstand der Straßenplanung: Das Projekt „B 311 neu“ ist im Bundesverkehrswege- plan 2030 fixiert, das Planungsteam beim Landratsamt mit Bund und Land abgestimmt und bereits personell besetzt.

 

Verkehrsminister Hermann (Grüne) hat gegenüber unseren Initiativen betont, wie wichtig ein bürgerschaftlicher und politischer Konsens der Raumschaft für die Durch- setzung ehrgeiziger verkehrspolitischer Projekte ist: ohne das gemeinschaftliche Zu- sammenwirken der Kräfte „vor Ort“ seien größere Verkehrsprojekte heute kaum mehr zu verwirklichen. Zum ersten Mal seit der Diskussion über eine Ost-West-Tangente durch den Landkreis Sigmaringen hat unsere Raumschaft diese Chance auf einen Konsens: Der Zusammenschluss der Laizer/Inzigkofer und der Gögginger Initiative zum „Bündnis Alternativtrasse M&M“ ist ein starkes Signal an die Politik, „an einem gemeinsamen Strang zu ziehen“ - und zwar im Sinne einer wirklich zukunftsfähigen Trassenführung zwischen Meßkirch und Mengen.

 

Die anstelle einer „B 311 neu“ nun vorgeschlagenen „kleinen Ortsumfahrungen“ im Ablacher Tal lösen das Problem einer leistungsfähigen Trassenführung durch unseren Landkreis nicht. Die Realisierung jeder einzelnen Ortsumfahrung wird neue Probleme aufwerfen, ihre Realisierung ist aus heutiger Sicht mehr als unsicher. Noch gewichti- ger: „Kleine Lösungen“ schaffen angesichts der zu erwartenden Dimensionen des Transitverkehrs neue, unlösbare Probleme. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 ist die Transitstrecke Freiburg-Ulm mit einem Finanzvolumen von über einer Milliarde Euro zur Ertüchtigung veranschlagt. Angesichts des konstant und signifikant zunehmenden europäischen Transitverkehrs wird damit die Ost-West-Verbindung, die durch unseren Landkreis führt, für den europäischen Ost-West-Transitverkehr immer attraktiver. Dies gilt nicht zuletzt aufgrund der auch in Zukunft weiter zunehmenden Stauanfälligkeit der A 5 und der A 8. Das bei Meßkirch entstehende Verteilerzentrum von Amazon wird die Situation vor Ort noch zusätzlich verschärfen. Ein „Nadelöhr“ im Landkreis Sigmarin- gen jedenfalls wird den zunehmenden Transitverkehr nicht fernhalten, es wird aber die Bewohner hier vor Ort zusätzlich und irreversibel belasten.

 

Die Laizer/Inzigkofer und die Gögginger Initiative sind sich als „Bündnis Alternativ- trasse M&M“ einig, dass sowohl kleine Ortsumfahrungen im Ablacher Tal als auch die im Bundesverkehrswegeplan 2030 fixierte Trassenführung der „B 311 neu“ (die soge- nannte „Nordtrasse“) nicht Probleme lösen, sondern neue, zusätzliche Probleme schaffen. Sie sind nicht zukunftsfähig und müssen aufgegeben werden. Das „Bündnis Alternativtrasse M&M“ hat detailliert aufgezeigt, dass eine Trassenführung durch unseren Landkreis, die den Dimensionen des europäischen Transitverkehrs, gleichzeitig aber auch dem Schutz der Umwelt und vor allem der Menschen gerecht wird, realisierbar ist. Das „Bündnis Alternativtrasse M&M“ hat damit einen starken Appell an die Politik gerichtet: Die Chance auf das Zusammenwirken aller Beteiligten für eine zukunftsfähige Lösung darf nicht leichtfertig verspielt werden. Unsere beiden Bürgerinitiativen sind zur Zusammenarbeit bereit!

 

Inzigkofen, den 20.09.2020

„Bündnis Alternativtrasse M&M“:

Bürgerinitiative „Nein zur Nordtrasse – Für eine Trassenführung der Vernunft und Zukunft e.V.“

Bürgerinitiative „Lebenswertes Göggingen und Umgebung e.V.“ 

 

Die Jahreshauptversammlung am 9. März

Schriftführerin Doris Futterer, Kassierer Gerald Balle, Vorsitzender Bruno Dreher und Vize Heinrich Walter. (Foto: Susanne Grimm)
Schriftführerin Doris Futterer, Kassierer Gerald Balle, Vorsitzender Bruno Dreher und Vize Heinrich Walter. (Foto: Susanne Grimm)

Bei der öffentlichen Hauptversammlung der Bürgerinitiative (BI) „Nein zur Nordtrasse – für eine Trassenführung der Vernunft und Zukunft“ am Montagabend im Bürgersaal des Rathauses Laiz haben die Mitglieder den kompletten Vorstand in ihren Ämtern bestätigt. Zum Verein gehören knapp 200 Mitglieder.

 

Der Vorsitzende Bruno Dreher und sein Stellvertreter Walter Heinrich machten aber deutlich, dass sie bei den kommenden Wahlen in zwei Jahren nicht mehr antreten werden. Wiedergewählt worden sind auch Gerald Balle als Schatzmeister sowie Doris Futterer als Schriftführerin und Pressereferentin. Ebenso die bisherigen Beisitzer Siegfried Stehle, Hubert Scherer, René Laplace, Dieter Kleiner, Ekkehard Futterer, Markus Fiederer, Edgar Kempf und Klaus von Bischopinck. Neu dabei ist Doris Kurz. Gerhard Stroppel, der bei der Hauptversammlung als Mitglieder neu eingetreten ist und Monika Löffler haben die Ämter Kassenprüfer und Mitglied im Vereinsausschuss für spezielle Mitgliederfragen übernommen.

 

Im Laufe der Sitzung sind durch die Anwesenden die bekannten Problemfelder der vom Verein vorgeschlagenen Alternativtrasse Mengen-Meßkirch, kurz „M&M“ genannt, diskutiert worden. Diese Streckenführung soll im Gegensatz zur Nordtrasse, die über Engelswies, Vilsingen, Inzigkofen, Laiz, Sigmaringen und Sigmaringendorf führt, von Meßkirch nach Mengen quer durch den Wald führen. Dabei sei es laut BI vorteilhaft, dass im Gegensatz zur Nordtrasse keine Gemeinden durch den Verkehr belastet werden, die Strecke kürzer und die Klimabilanz besser ist. Selbst die Kosten würden unter denen der Berechnungen für die Nordtrasse bleiben.

 

Die M&M-Variante auf einer Länge von etwa 3,1 Kilometer durchschneidet den zum Fürstenhaus gehörenden Wald und der Eigentümer könne sich aber nicht dafür erwärmen, seinen Teil zur Realisierung der Alternativroute beizutragen. Somit gehört dies zu den Knackpunkten, die beim Verein ganz oben auf der Agenda stehen.

 

Ebenso die Position der „Grünen“, die gegen den Waldverbrauch beim Streckenneubau sind. „Aber“, so Bruno Dreher, „auch nach Diskussionen aller möglichen Alternativen, stehen wir nach wie vor voll hinter dem gemeinsamen Vorschlag beider Bürgerinitiativen, da nur die M&M-Trasse für alle wesentlichen Punkte wie Entlastung der Anrainer und der B 32, CO²-Reduzierung, überregionale Verkehrsoptimierung und anderes enthält.“

 

Auf jeden Fall sollen Gesprächsoptionen auf allen Ebenen offengehalten werden, denn mit Blick auf den entstehenden Industriepark „Nördlicher Bodensee“ in Meßkirch müssen verkehrsrelevante Fakten zur Straßenauslastung neu berechnet und nach oben korrigiert werden. „Aber auch bei diesem Szenario bleibt festzuhalten, dass die M&M-Strecke die Optimalste ist“, unterstrich Dreher. Er hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit dem vom Landkreis Sigmaringen zum 1. Juli eingestellten Straßenplaner und „im besten Fall ihn in Zukunft bei der Planung begleiten zu dürfen“.

 

(Quelle: Auszug: Susanne Grimm Schwäbische Zeitung 12.3.2020 Seite 17)

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative „Nein zur Nordtrasse – Für eine Trassenführung der Vernunft und Zukunft“ e.V. am

Montag, den 9. März 2020 um 19.00 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Laiz

laden wir Sie, liebe Mitglieder und alle Interessierten, recht herzlich ein. Wir würden uns sehr freuen, Sie an diesem Abend in unseren Reihen begrüßen zu dürfen.

 

Die Tagesordnung ist wie folgt festgelegt:

1.     Begrüßung

2.     Totenehrung

3.     Bericht der Vorstandschaft und Rückblick auf das vergangene Jahr

4.     Bericht des Schatzmeisters

5.     Bericht der Kassenprüfer

6.     Entlastung der Vorstandschaft

7.     Neuwahlen des gesamten Vorstands

8.     Verschiedenes

9.     Wünsche und Anträge

 

Anträge zu Tagesordnungspunkt 9 können bis spätestens 2. März schriftlich bei Bruno Dreher (Vereinsvorsitzender), Eichwiesen 14, 72514 Inzigkofen  oder per Mail an bruno.dreher@t-online.de eingereicht werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Bruno Dreher

Guten Tag und herzlich willkommen auf unserer Homepage!

Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse an unserem Tun und Wirken für ein „Nein zur Nordtrasse – für eine Trassenführung der Vernunft und Zukunft“.

Auch wenn wir zurzeit nicht so sehr in der Öffentlichkeit aktiv sind, so sind wir weiterhin sehr am Ball. Die vielen Vorteile unserer Alternativtrasse M&M haben wir vielen Kompetenzträgern  und für die Straßenplanung mitverantwortlichen Stellen aufgezeigt und auch sehr viel Zustimmung erhalten. Unsere aktuelle Zurückhaltung ist damit begründet, dass es unserer Landrätin gelungen ist, eine kompetenten Straßenplaner zu finden und der Kreistag einer Anstellung im Landratsamt zugestimmt hat. Der neue Planer Herr Blum soll seine Tätigkeit zum 01.Juli 2020 aufnehmen.

Wir freuen uns darauf, ihm – nach einer gewissen Einarbeitungssphase – unsere Überlegungen zur Alternativtrasse vortragen zu dürfen und im besten Fall auch in der Zukunft in der Planung begleiten zu können.

Einige Daten zu unserer Alternativtrasse sehen Sie unter „Alternativtrasse M&M“ und „Presse“.

 

Vielen Dank für Ihren Besuch und wir freuen uns über jegliche Unterstützung in unseren Bemühungen zum Wohle der Bürger und Bürgerinnen der betroffenen Gemeinde und unser Region.

Gespräche im Wahlkreisbüro von Andrea Bogner-Unden

Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer

Vertreter unserer Bürgerinitiative und der Bürgerinitiative "Lebenswertes Göggingen und Umgebung" kamen am 10. Mai 2019 im Wahlkreisbüro in Wald mit Andrea Bogner-Unden und Johannes Kretschmann als Vertreter der "Grünen" zusammen. Dort fanden Gespräche und ein Meinungsaustausch statt. Die Themen waren die Alternativtrasse M&M der Bürgerinitiativen und die weiteren Pläne der Grünen auf Kreistags- und Landesebene.

Michael Hescheler folgt der Einladung der Bürgerinitiative

Michael Hescheler, Bild: Doris Futterer
Michael Hescheler, Bild: Doris Futterer

Zusammen mit der Bürgerinitiative aus Göggingen wollen wir für eine Ost-West-Verbindung zwischen Mengen und Meßkirch einstehen, die alle Menschen in der Region gleichermaßen entlastet. 

Mit dieser Botschaft gedachte unsere Bürgerinitiative an die Öffentlichkeit zu gehen und hatte deshalb die Schwäbische Zeitung und Vertreter der Gögginger Bürgerinitiative zu einem Pressegespräch eingeladen. Michael Hescheler, Chefredakteur in der Sigmaringer Redaktion, sowie Rainer Ohmacht und Kurt Fischer aus Göggingen folgten der Einladung. Zunächst erklärte Markus Fiederer in Schlagworten, warum unser Verein weiterhin „Nein zur Nordtrasse“ sagen muss: Die Kriterien negative Ökobilanz, belastete Menschen und die fehlende Wirtschaftlichkeit sind die Gründe dafür. Auch für eine Optimierung der Nordtrasse konnte er keine Möglichkeiten finden. An dieser Stelle bekräftigten die Gögginger, dass sie ebenfalls die Nordtrasse, wie sie aktuell geplant ist, nicht vertreten können, weil sie, genauso wie jetzt im Ablachtal, viele Menschen belastet.

Edgar Kempf, der für unsere Bürgerinitiative an alternativen Lösungen zur Nordtrasse arbeitet, legte eine Liste von Idealzielen auf den Tisch, die die Bürgerinitiative allesamt irgendwann mit einer Trasse der Zukunft erfüllt haben möchte. Auch hier bekräftigten die Gögginger: „Wir stehen voll hinter dieser Sache und wir wollen diese Alternative zusammen durchziehen. Wir kämpfen gemeinsam für etwas!“ Zu den von der Bürgerinitiative zusammengetragenen Fakten für eine Alternativtrasse M&M (Mengen-Meßkirch), die den Straßenplanern vorgelegt werden sollen, sagte Rainer Ohmacht: „Chapeau! Besser geht es nicht! Mit solch einer Strecke können Nachteile minimiert werden und die Vorteile vergrößert.“ Allerdings wurde über mögliche, alternative Routen zur Nordtrasse bei dieser Zusammenkunft nicht gesprochen. Es konnte aber demonstriert werden, dass es Lösungen für das Verkehrsproblem und die Belastung der Menschen, sowohl für die an der B313, wie für die im Ablachtal geben kann, hinter denen auch beide Bürgerinitiativen stehen. 

Im weiteren Gespräch erzählten Bruno Dreher und Rainer Ohmacht von den jeweiligen Anfängen der Bürgerinitiativen und ihren ursprünglichen Beweggründen. Den weiteren Verlauf skizzierten sie ausgehend von Differenzen in der Vergangenheit, über eine erfolgreiche Bewegung zueinander, bis hin zur jetzigen Vision, dem Erreichen eines gemeinsamen Zieles. Bis es irgendwann soweit ist, zusammen mit den Straßenplanern an einem Tisch zu sitzen, hat unsere Bürgerinitiative schon Vorarbeit geleistet: Bundespolitiker, Landespolitiker, die IHK und der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, sowie die Landrätin und die Bürgermeister der Region sind in der Vergangenheit detailliert über die Ausarbeitungen zur Nordtrasse und der Alternativtrasse M&M informiert worden.

(Der Presseartikel in der Schwäbischen Zeitung vom 8.Dezember ist unter Presse zu finden)

Bild: Doris Futterer
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Kommunen haben die Möglichkeit eigenständig Straßen zu planen und zu bauen

Kabinett stimmt neuer Verwaltungsvorschrift zu

 

Das Kabinett hat am 6. November 2018 der „VwV Finanzierungsbeteiligung Straßen“ zugestimmt. Die Verwaltungsvorschrift ermöglicht es Dritten, wie zum Beispiel Kommunen, in eigener Regie Landes- und Bundesstraßen zu planen und Landesstraßen zu bauen. Hintergrund der Regelung ist, dass aufgrund anstehender prioritärer Bauprojekte nicht alle Baumaßnahmen zeitnah von der Straßenbauverwaltung geplant und umgesetzt werden können.
(Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, abgerufen am 14.11.2018 https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/kommunen-haben-die-moeglichkeit-eigenstaendig-strassen-zu-planen-und-zu-bauen/)

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Die Referenten der Bürgerinitiative sind im Gemeinderat Scheer eingeladen

Offene Ohren und großes Interesse an den Ausführungen zur geplanten Nordtrasse und dem Alternativvorschlag M&M erwarteten die Referenten der Bürgerinitiative in Scheer. Am Samstag, den 10.11.2018 war die Bürgerinitiative zu einer Gemeinderatssitzung ins Rathaus der Stadt Scheer eingeladen, um ihre zusammengetragenen Fakten und Vorschläge zu präsentieren. Die Ortsdurchfahrt  Scheer ist vom Transitverkehr und vielen LKW belastet, die die B32 als Alternative zwischen Mengen und Meßkirch wählen, wenn in Göggingen Stau ist. Die Bürger in Scheer wünschen sich möglichst bald eine Entlastung ihrer Ortsdurchfahrt.

Bild: Doris Futterer
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Vorankündigung

Bild: Doris Futterer
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In­itia­ti­ven im Ge­spräch mit Kom­mu­nal­po­li­ti­kern

Wege zu einer neuen demokratischen Konflikt- und Konsenskultur - Termin: 6. November

 

Erschienen in der Schwäbischen Zeitung am 02. November 2018

 

Kreis Sigmaringen - Kreis Sigmaringen - Als Beitrag zum kreisweiten Kulturschwerpunkt "Demokratie und Freiheit" laden der Kreis Sigmaringen und das Kreiskulturforum für Dienstag, 6. November, um 19.30 Uhr, zu einem Podiumsgespräch zum Thema "Wege zu einer neuen demokratischen Konflikt- und Konsenskultur" in das Foyer des Landratsamtes ein.

Unter der Leitung von Franz Christian Mattes, dem langjährigen Präsidenten des Verwaltungsgerichts Sigmaringen, diskutieren Vertreter von Bürgerinitiativen und der Kommunalpolitik über Formen und Voraussetzungen für einen am Allgemeinwohl orientierten demokratischen Dialog angesichts wachsender Interessenkonflikte und Spannungen in der Gesellschaft und einer tendenziell abnehmenden Bereitschaft zu Kompromiss und Konsens.

Am Podiumsgespräch nehmen teil: als Vertreter verschiedener Bürgerinitiativen im Landkreis Bruno Dreher, Vilsingen, Sigurd Hüglin, Rulfingen, und Rainer Ohmacht, Göggingen; für die Kommunen die Bürgermeister Bernd Gombold, Inzigkofen, und Jochen Spieß, Krauchenwies, der zugleich Vorsitzender des Kreisverbands Sigmaringen des Gemeindetags Baden-Württemberg ist; schließlich für den Kreis und das Kreiskulturforum Landrätin Stefanie Bürkle. Diskussionsgrundlage sollen dabei auch konkrete Erfahrungen bilden mit Bürgerbeteiligung und Interessenkonflikten zwischen Bürgern und Bürgerinitiativen, Unternehmen, Kommunen und staatlicher Verwaltung im Kreis Sigmaringen. Allerdings soll es bei dieser Veranstaltung ausdrücklich nicht um die inhaltliche Auseinandersetzung etwa zu Kiesabbau, Windkraft oder Streckenführungen im Straßenbau, sondern um die Formen, Verfahren und auch Grenzen des öffentlichen Diskurses und der konsensualen Kompromissfindung gehen.

Gemeinsam mit dem Publikum wollen die Diskutanten außerdem überlegen und erörtern, wie Erfolg versprechende Wege und Verfahren zu einer neuen demokratischen Konflikt- und Konsenskultur aussehen können und welche unabdingbaren Voraussetzungen bei den Akteuren und Konfliktpartnern dabei erforderlich sind.

Bild: Doris Futterer
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Einladung ins Landratsamt zur Sitzung mit den Bürgermeistern

Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer

Am 1. Oktober hatte die Landrätin Stefanie Bürkle alle Bürgermeister der Städte und Gemeinden zwischen Mengen und Meßkirch zu einer Sitzung eingeladen. Die Bürgermeister Dr. Marcus Ehm, Stefan Bubeck, Arne Zwick, Jochen Spieß, Lothar Fischer und Bernd Gombold wurden von der Bürgerinitiative über eine alternative Möglichkeit des Lückenschlusses zwischen Mengen und Meßkirch informiert. Bruno Dreher stellte unsere Bürgerinitiative vor und Markus Fiederer erklärte den Bürgermeisten die negativen Auswirkungen der geplanten Nordtrasse. Anschließend präsentierte Edgar Kempf die Alternativtrasse M&M mit allen ihren Vorteilen. Die einzelnen Bürgermeister zeigten durchweg großes Interesse an der von der Bürgerinitiative vorgestellten Alternative und zollten der Bürgerinitiative für ihre Ausarbeitung und Darstellung größten Respekt. Neben der Bürgerinitiative waren ebenfalls Vertreter des Vereins „Lebenswertes Göggingen und Umgebung“ eingeladen. Deren Vorsitzender Rainer Ohmacht bekräftigte bei der Vorstellung seines Vereins die volle Unterstützung der Bürgerinitiative. 

Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer

Der Verein „Lebenswertes Göggingen und Umgebung“ unterstützt die Bürgerinitiative

Rainer Ohmacht (Bild: Doris Futterer)
Rainer Ohmacht (Bild: Doris Futterer)

Die Vorstandschaft des Vereins „Lebenswertes Göggingen und Umgebung“ beschließt einstimmig die Unterstützung der Bürgerinitiative „Nein zur Nordtrasse – Für eine Trassenführung der Vernunft und Zukunft“. „Bei Zusammenkünften mit dem Ziel, nicht mehr gegeneinander zu kämpfen, sind viele Gemeinsamkeiten festgestellt worden. Wir sprechen ab sofort nicht mehr von einer Nordtrasse, sondern nur noch von einer Trasse der Vernunft“, sagte Rainer Ohmacht vom Gögginger Verein, nachdem dessen Vorstandschaft über die Nachteile der geplanten Nordtrasse und die Möglichkeit einer Alternative informiert worden waren.

Aktivitäten über den Sommer 2018

Thomas Schärer und Dr. Marcus Ehm (Bilder: Archiv Schwäbische Zeitung)
Thomas Schärer und Dr. Marcus Ehm (Bilder: Archiv Schwäbische Zeitung)

In der Wahlkampfzeit vor der Bürgermeisterwahl in der Stadt Sigmaringenam 1. Juli 2018 haben sich Bruno Dreher und Edgar Kempf mit den beiden Bürgermeisterkandidaten Thomas Schärer und Dr. Marcus Ehm getroffen. Vor den Wahlveranstaltungen in Laiz fanden jeweils dreißigminütige Gespräche statt, die über die Nachteile der Nordtrasse und die Vorteile unserer Alternativtrasse M&M informierten. Beide haben die gleichen Daten erhalten, um auf das Wahlergebnis keinerlei Einfluss zu nehmen. Im Falle ihrer Wahl haben beide Kandidaten der Bürgerinitiative die volle Unterstützung zugesagt.

Uwe Harzmann (Bild: Homepage Optigrün International AG)
Uwe Harzmann (Bild: Homepage Optigrün International AG)

Am 16.7.2018 zeigte die Bürgerinitiative ihre Präsentationen dem Vorsitzenden der Firma Optigrün aus Göggingen Uwe Harzmann, der ein Mitglied der IHK-Vollversammlung ist. Er hielt die Alternativtrasse M&M für überzeugend, weshalb die Bürgerinitiative mit seiner Unterstützung bei ihrem weiteren Vorgehen rechnen kann. Er möchte sich darum bemühen, dass weitere Mitglieder der IHK-Vollversammlung aus dem Kreis Sigmaringen die Möglichkeit bekommen, von der Bürgerinitiative zur geplanten Nordtrasse und zur Alternativtrasse M&M informiert zu werden.

Bruno Dreher übernimmt den Vorsitz der Bürgerinitiative

Bruno Dreher (Bild: Gemeinde Inzigkofen)
Bruno Dreher (Bild: Gemeinde Inzigkofen)

Im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung wurde Bruno Dreher aus Vilsingen zum ersten Vorsitzenden der Bürgerinitiative gewählt. Er tritt die Nachfolge von Dr. Roland Hauser an, der sein Amt zur Verfügung gestellt hatte.

Zu Gast im Schloss Sigmaringen

Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer

Die Vertreter und Referenten der Bürgerinitiative wurden von der Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern und dem Hause Württemberg im Verwaltungsgebäude des Schlosses Sigmaringen empfangen. Fürst Karl Friedrich, der Leiter des Forstbetriebs, der Leiter der Beteiligungen und Finanzen und der Leiter Immobilien, sowie ein Vertreter des Hauses Württemberg ließen sich von der Bürgerinitiative informieren.

Besuch beim Gemeinderat Inzigkofen zum inzwischen dritten Mal

Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer

In einer nichtöffentlichen Sitzung wurden die Vertreter der Bürgerinitiative empfangen, um den von der Bürgerinitiative erarbeiteten Alternativvorschlag, die Trasse M&M (Mengen-Meßkirch) vorzustellen. Wie bisher jedes Mal, hatten die Zuhörer ein großes Interesse am Vortrag.

Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer

Zu Besuch bei der IHK und dem Regionalverband Bodensee-Oberschwaben

Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer

Am 30. Januar 2018 reisten Vertreter der Bürgerinitiative nach Ravensburg. Im Gebäude der IHK Bodensee-Oberschwaben trafen sie den Hauptgeschäftsführer Professor Dr. Peter Jany, den Leiter des Geschäftsbereichs Standortpolitik, Unternehmensförderung / Verkehrspolitik Dr. Wolfgang Heine und Wilfried Franke vom Regionalverband Bodensee Oberschwaben. Die drei Herren interessierten sich sehr für die Recherchen der Bürgerinitiative zum geplanten Nordtrassen-Verlauf und ganz besonders für die Gründe, die für die von der Bürgerinitiative erarbeiteten Alternativtrasse M&M sprechen.

Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer

Die Bürgerinitative besucht den CDU-Stadtverband Sigmaringen und die CDU-Stadtratsfraktion

Am 15. Januar 2018 war die Bürgerinitiative zu Gast beim CDU-Stadtverband Sigmaringen und der Stadtratsfraktion. Die problematischen Fakten zur geplanten Nordtrasse wurden an diesem Termin ebenso bildreich dargelegt, wie der Vorschlag der Bürgerinitiative von der Alternativtrasse M&M. Die Teilnehmer des Treffens bedankten sich am Ende für den "überzeugenden" Vortrag und erklärten sich bereit, für die Anliegen und Argumente der Bürgerinitiative Werbung zu machen und sich stark zu machen.

Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer

Eine Stellungnahme aus der Vorstandschaft der Bürgerinitiative

Die Unternehmungen seit der letzten Hauptversammlung am 09.03.2017:

 

Bei unseren Bürgerinformationsveranstaltungen in Inzigkofen, Vilsingen, Engelswies und Laiz konnten wir über 500 Bürgerinnen und Bürger aus unserer Region auf die Schwachstellen der geplanten Nordtrasse hinweisen. Auch die beiden bei der bisherigen Planung nicht berücksichtigten Teilstücke konnten wir aufdecken. Diese Abschnitte sind: Von Meßkirch bis zur Abzweigung nach Langenhart bzw. Campus Galli, sowie von Inzigkofen bis zur Einmündung in die L 456 beim Schwimmbad Sigmaringen. Daneben wurden von einem Team aus unserer Vorstandsschaft umfangreiche Überlegungen angestellt, wie eine Alternativstrecke zwischen Mengen und Meßkirch verlaufen könnte. Diese sollte sowohl die Bürger/innen der Ablachtal-Gemeinden entlasten, aber auch unsere Gemeinden im Norden nicht belasten. Dazu wurden viele Einzelheiten überprüft und Fakten zusammengetragen.

 

Diese erarbeiteten Entwurfsergebnisse durften wir unserer Landrätin Stefanie Bürkle, unserem Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß und unseren Landtagsabgeordneten Andrea Bodner-Unden und Klaus Burger bereits vorstellen. Alle bestätigten uns, dass darin sehr gute Ansätze erkennbar sind, die den künftigen Planern nicht vorenthalten werden dürfen. Auch der Verkehrsminister von Baden-Württemberg, Winfried Hermann, hat bei seinem Besuch im August in Sigmaringen an unseren Vorschlägen Interesse gezeigt. Die entsprechenden Unterlagen nahm er damals mit in sein Ministerium. Auch die IHK Bodensee-Oberschwaben sowie der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben haben Interesse bekundet und werden von uns informiert.

 

Was gibt es sonst noch zu berichten:

 

Der Landkreis Sigmaringen wird zusammen mit den Landkreisen Ravensburg und Bodenseekreis, sowie mit der IHK und dem Regionalverband Bodensee-Oberschwaben eine "Planungsteam Bodensee-Oberschwaben GmbH" gründen. Die von der Nordtrasse betroffenen Gemeinden sollen die Arbeit dieser Planungs-GmbH unterstützen. Die Gründung der GmbH ist für das 1. Quartal 2018 anvisiert, damit diese GmbH danach mit aktuellen Untersuchungen und Planungen für einen Verlauf der Nordtrasse beginnen kann. Weitere Informationen können dem Bericht der Schwäbischen Zeitung vom 13.10.2017 entnommen werden. Wir haben ihn auf unserer Homepage in der Rubrik "Presse" hinterlegt. Unser Bestreben ist es, dass Vertreter der Bürgerinitiative unseren Alternativvorschlag einer Trassenführung dem Planungsteam der GmbH vorstellen dürfen und auch an den Planungen beteiligt werden. Dies wurde uns schon von der Landrätin Stefanie Bürkle in Aussicht gestellt.

Selbstverständlich hoffen wir, dass das Projekt Nordtrasse in die vom Verkehrsministerium vorgesehene Prioritätenliste aufgenommen wird. Damit hätte die Überplanung der bisherigen Nordtrasse und die aus unserer Sicht dringend notwendige Neuplanung einer verträglichen Trasse Priorität im Verkehrsministerium. 

Am 12. März 2018 um 19.00 Uhr findet im Bürgersaal im Rathaus in Inzigkofen die nächste ordentliche Jahreshauptversammlung statt. Wir sind zuversichtlich, dass wir unseren Mitglieder dann von der Gründung der Planungsteam GmbH (PBO) sowie von einer Platzierung, vorne in der Prioritätenliste 1 berichten können. Bitte merken Sie sich diesen Versammlungs-Termin vor.

 

Unterstützen Sie bitte unsere Initiative weiter, denn wir arbeiten intensiv am zweiten Teil unseres Namens, an einer Trasse der Vernunft und Zukunft. Diesen Vorschlag haben wir „ALTERNATIVTRASSE M – M  (Mengen-Meßkirch)“ genannt!

 

(Bruno Dreher, zweiter Vorsitzender der Bürgerinitiative)

Post für die Bürgerinitiative

Hallo "Nordtrassen-Verhinderer"

Schaut Euch doch die Umgehungen von Neuhausen, Herbertingen und jetzt auch Unlingen an.

Es muss nicht gleich alles abgelehnt werden. Lasst mal zuerst die Planer arbeiten und dann setzt Euch zusammen an einen Tisch.

Lärmschutz ist doch heute kein Problem mehr.

 

Ein Homepagebesucher aus Mengen


Guten Tag, sehr geehrter Besucher der Homepage,

vielen Dank für Ihre Nachricht und den Hinweis auf die gelungenen Ortsumfahrungen von Neuhausen, Herbertingen und Unlingen. Genau dies wollen wir auch erreichen.

Dass wir nicht nur "Neinsager" sind, ist  in der Namensgebung unserer Bürgerinitiative erkennbar. Bereits bei der Gründung im Jahre 1995 haben wir der BI folgende Bezeichnung gegeben: "Nein zur Nordtrasse - für eine Trasse der Vernunft und Zukunft". Das Nein wurde deshalb gewählt, weil die Nordtrasse der damaligen Planung in zwei Abschnitten ausgeführt werden sollte. Die 1. Trasse von Mengen bis Sigmaringen als erstes und die 2. Trasse - in 15 oder evtl. 30 Jahren später - von Sigmaringen bis Messkirch. D.h. der gesamte Verkehr wäre dann evtl. drei Jahrzehnte durch  Laiz, haarscharf an Inzigkofen vorbei, durch Vilsingen und Engelswies geleitet worden. Dies ist doch keine Lösung, sondern nur eine Verlagerung des Verkehrs und der damit verbundenen Lärmbelästigung vom Ablachtal in oder durch unsere Region. Eine Trasse der Vernunft und Zukunft sehen wir darin, dass sowohl die Bürger und Bürgerinnen der Ortschaften im Ablachtal entlastet, aber keine anderen belastet werden. Daran arbeiten wir sehr intensiv.

Richtig ist, dass wir die Planer arbeiten lassen sollen. Es ist deren Aufgabe, nicht unsere. Unsere Überlegungen sind es aber wert, dass wir diese den Planern zur Verfügung stellen. Auch daran arbeiten wir und wollen ein baldige Entlastung für die Ablachtaler. Sie werden verstehen, dass wir mit unseren Überlegung nicht an die Öffentlichkeit gehen können und diese somit in unser Homepage nicht aufgeführt sind.

 

Viele Grüße. Sie sind herzlich eingeladen, unsere BI zu unterstützten. 

 

Die Bürgerinitiative "Nein zur Nordtrasse" - Für eine Trasse der Vernunft und Zukunft e.V.

Andrea Bogner-Unden (MdL) besucht die Bürgerinitiative

Andrea Bogner-Unden wurde am 22.9.2017 von der Bürgerinitiative empfangen. Sehr neugierig war sie zum Treffen gekommen und erhielt hier ebenfalls alle Informationen zur Nordtrasse und über den von der Bürgerinitiative erarbeiteten Alternativvorschlag. Begeistert und überzeugt wollte sie alle Argumente in ihre parlamentarische Arbeit mitnehmen.

Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer

Klaus Burger (MdL) als Gast bei der Bürgerinitiative

Klaus Burger besuchte am 18.9.2017 die Bürgerinitiative und informierte sich über die von der Bürgerinitiative zusammengetragenen Fakten, die gegen eine Realisierung der Nordtrasse sprechen. Die von der Bürgerinitiative erarbeitete, alternative Trassenführung, mit den Vorteilen für die Menschen in der Region, überraschte und überzeugte Klaus Burger.

Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer

Die Unterschriften der Petition sind der Landrätin Stefanie Bürkle übergeben worden

Bild: Doris Futterer
Bild: Doris Futterer

Von der Presse aufmerksam verfolgt und in Bildern, Filmmaterial und Ton festgehalten, wurden am 1. August insgesamt 2872 Unterschriften an die Landrätin Stefanie Bürkle übergeben. Die Unterzeichner lehnen die Nordtrasse in ihrem bisher geplanten Verlauf ab und plädieren für eine Neuplanung. 2807 der Unterschriften wurden von April bis Juni, während der über 90 Tage laufenden Online-Petition gesammelt. 2630 der Unterschriften kommen von Bewohnern aus dem Landkreis Sigmaringen - davon sind 317 aus Sigmaringen, 556 aus Laiz, aus Inzigkofen 902, aus Vilsingen 220 und aus Engelswies 337 Unterzeichner. 65 zusätzliche Unterschriften gingen erst nach der offiziellen Laufzeit der Petition ein. Die Unterschriftenaktion  war somit ein großer Erfolg  und die Bürgerinitiative bedankt sich sehr herzlich bei allen Unterstützern.

Der Gemeinderat Inzigkofen hat einstimmig nachstehende Stellungnahme verabschiedet

Stellungnahme der Gemeinde Inzigkofen

 

Ost-West-Verbindung B311/B313 zwischen Mengen und Meßkirch – sog. Nordtrasse

 

1. Der Gemeinderat begrüßt es sehr und hofft, dass zwischen Mengen und Meßkirch zeitnah eine leistungsfähige Ost-West-Verbindung als Lückenschluss und wichtige Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region realisiert wird.

 

2. Der Gemeinderat lehnt die sog. Nordtrasse aus folgenden Gründen ab:

  • Die Planung ist veraltet und deshalb mit den tatsächlichen Entwicklungen der letzten 20 Jahre und den künftigen Planungen der Gemeinde Inzigkofen unvereinbar
  • Sie verschiebt die Belastungen und Probleme für die Menschen und Ortschaften von den südlichen Ablachtal-Gemeinden nur zu den Gemeinden im nördlichen Korridor und bringt dadurch keine Entlastung – im Gegenteil, sie  stellt für die Gemeinde Inzigkofen und die angrenzenden Ortschaften eine extreme Mehrbelastung dar
  • Ökologisch ist die Trasse die schlechteste Variante aufgrund der längsten Streckenführung mit den gravierendsten Höhenunterschieden
  • Sie weist technisch und ökonomisch erhebliche Nachteile und Schwachstellen auf
  • Sie wäre eine Beeinträchtigung der Lebensqualität durch erhöhte Lärm- und Abgasbelastung für die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde Inzigkofen sowie der benachbarten Ortschaften  
  • Die Streckenführung wäre eine eklatante Beschneidung der Entwicklungsmöglichkeiten für unsere Gesamtgemeinde

 

3. Aus diesem Grund fordert der Gemeinderat die Neuplanung einer leistungsfähigen Ost-West-Verbindung zwischen Mengen und Meßkirch, die

  • die Gemeinden im Ablachtal entlastet, aber die Gemeinden im nördlichen Bereich nicht belastet
  • Rücksicht auf die Belange und Lebensqualität der Menschen und die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinden auch im nördlichen Korridor nimmt
  • ökologisch vertretbar und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Die Unterschriftenaktion ist erfolgreich beendet worden

Bild: openpetition.de
Bild: openpetition.de

Thomas Bareiß besucht die Bürgerinitiative und erhält vielfältige Informationen

Am 8.6.2017 empfing die Bürgerinitiative Thomas Bareiß (MdB) und weitere Vertreter der CDU im Inzigkofer Rathaus. In Form einer Powerpoint-Präsentation wurde ihnen die Nordtrasse in ihrer bisher geplanten Form, mit allen Problempunkten entlang der Strecke und für die einzelnen Ortschaften dargelegt. Nach dem Termin bei der Landrätin (am 2.6.2017), wurde nun an diesem Abend zum zweiten Mal der Alternativ-Vorschlag der Bürgerinitiative einer vernünftigen Trasse präsentiert. Tief beeindruckt darüber, wie intensiv sich die Bürgerinitiative mit der Nordtrasse und einer Alternative beschäftigt, endete dieser Abend für Thomas Bareiß mit vielen neuen Fakten und Informationen.    

Thomas Bareiß besteigt einen beladenen LKW und lässt sich entlang der Nordtrasse chauffieren

Thomas Bareiß (MdB) folgte der Einladung der Bürgerinitiative zu einer LKW-Fahrt entlang der Nordtrasse Richtung Mengen und wieder zurück. Günther Merkt von der Bürgerinitiative steuerte den LKW der Firma Schotter-Teufel und bescherte dem Beifahrer Thomas Bareiß ein praktisches Erleben der Nordtrasse. 

v.l.n.r.: Thomas Bareiß, Günther Merkt, Gerhard Teufel  |  Bild: Günther Merkt
v.l.n.r.: Thomas Bareiß, Günther Merkt, Gerhard Teufel | Bild: Günther Merkt
Bild: Günther Merkt
Bild: Günther Merkt

Die Landrätin Stefanie Bürkle empfängt die Bürgerinitiative

Eine Abordnung der Bürgerinitiative hat sich am 2.6.2017 mit der Landrätin Stefanie Bürkle im Landratsamt getroffen. An diesem Termin erhielt die Bürgerinitiative die Möglichkeit, der Landrätin die problematischen und belastenden Punkte der Nordtrasse in ihrer jetzigen geplanten Form darzulegen. Außerdem präsentierte die Bürgerinitiative der Landrätin ihren, bisher der Öffentlichkeit vorenthaltenen Alternativvorschlag einer vernünftigen Trasse. Die Landrätin zeigte sich begeistert und dankbar zur Arbeit der Bürgerinitiative.    


Bilder: Doris Futterer

Die Nordtrasse ist Thema im nächsten Inzigkofer Gemeinderat

Die Bürgerinitiative wird im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung im Inzigkofer Bürgersaal des Rathauses am  Donnerstag, den 1. Juni um 19 Uhr die Nordtrasse in ihrem geplanten Verlauf vorstellen, sowie auf problematische Abschnitte und Fakten hinweisen.

Bereits 2200 Personen Unterstützen die Bürgerinitiative

Deutlich über 2000 Unterschriften plädieren für eine Neuplanung der „Nordtrasse“

Bild: openpetition.de
Bild: openpetition.de

Die geplante, sogenannte „Nordtrasse“, die sich inzwischen im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans befindet, beschäftigt zunehmend die Bevölkerung der Raumschaft. Mit 2200 Unterschriften insgesamt, sowie davon 2064 aus dem Landkreis Sigmaringen, ist die Schallmauer, 2000 Kritiker am aktuell geplanten Trassenverlauf, deutlich durchbrochen worden. Genauso ansteigend ist die Anzahl der Kommentare, die die Unterschreiber auf der Plattform, der bis Ende Juni laufenden online-Petition, hinterlassen. Über die Homepage der Bürgerinitiative „Nein zur Nordtrasse – Für eine Trassenführung der Vernunft und Zukunft e.V.“ ist dorthin zu gelangen.

„Die vorgeschlagene Nordtrasse ist gleich aus mehreren Gründen keine Lösung“, schreibt dort ein Inzigkofer und ein Mitbürger fügt an: „Die Nordtrasse ist eine Umleitung und dadurch Schwachsinn. Sie hat mehr Höhenmeter und verbraucht Zeit, weshalb sie eine Umweltbelastung und Steuergeldverschwendung ist.“ Die Aufgabe der ebenen Straßenführung, hin zu einem Auf und Ab, sowie weg vom Ziel, hat auch ein Bürger aus Meßkirch gesehen und stellt daraufhin fest: „Nur Wenige werden entlastet, Viele werden belastet, das kann nicht sein.“ Auf der Seite der Debatte der Petition schütteln die Beitragsschreiber offensichtlich ebenso die Köpfe: „Die aktuelle Planung der Nordtrasse ist über 20 Jahre alt. Sie war damals den politisch Verantwortlichen geschuldet, die diese Ost-West-Verbindung in unmittelbarer Nähe der Kreisstadt Sigmaringen haben wollten, “ und er stellt weiter fest, dass diese Planungen schon damals an den Interessen der Bürger vorbeigegangen waren. Ein Gleichgesinnter fügt an, dass damals schlichtweg Ortsumfahrungen geplant worden waren. „Das mag damals ja berechtigt gewesen sein. Jetzt heißt es aber, dass die B311 eine Bundesstraße mit Autobahncharakter ist. Das ist eine völlig andere Dimension!“ Dies bestätigt ein Kommentator aus Inzigkofen: „Als jahrelanger Nutzer der Bundesstraße von Inzigkofen bis hinter Tuttlingen erlebe ich täglich die Auswirkungen der Verkehrspolitik. Ich präferiere einen teils dreispurigen Ausbau, wie nach Riedlingen. Die Ortsumfahrung Neuhausen ist für mich ein Beispiel.“

Erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit, eine unerträgliche Lärmbelästigung, sinkende Wohnqualität und Immobilienwerte sind das Thema bei vielen Kommentaren. Ein Sigmaringer schreibt: „Wir hören den Lärm jetzt schon und der Westwind verstärkt alles. Nicht auszudenken, wenn der Verkehr die Zahlen erreicht, die prognostiziert werden. Meistens wird der Wert noch übertroffen. Dann ist diese Region auch einen Schritt näher an „nicht lebenswert“ herangerückt.“ Eine Sigmaringendorferin stellt fest: „Die Nordtrasse legt, wegen der Höhenführung über eine geplante Brücke, eine Lärmglocke über das Dorf und führt nahe an der traditionsreichen Waldbühne vorbei.“ An anderer Stelle steht für Sigmaringendorf: „Uns wurde immer gesagt, dass die B32 durch den Ort wegfällt und wir dadurch entlastet werden. Der Verkehrslärm der Nordtrasse wird sich aber über das gesamte Ortsgebiet ausbreiten. Eine schöne Mogelpackung!“ Ein Meßkircher Bürger schreibt: „Gestank und Lärm sind in Rohrdorf bereits jetzt schon unerträglich!“ Die Kommentatoren der Petitions-Seite im Internet verfallen trotzdem nicht in der Mutlosigkeit: Sie haben mit ihrer Unterschrift immerhin die Bemühungen der Bürgerinitiative unterstützt, die sich für eine sinnvolle Neuplanung einsetzt. Ein Laizer meint deshalb: „ In der heutigen Zeit muss es doch möglich sein, eine vernünftige Straßenplanung zu Papier zu bringen und anschließend umzusetzen.“ Dieses Ziel empfindet ein Vilsinger als sehr bedeutend, „weil es eine Entscheidung ist, die die anliegenden Ortschaften und damit alle Bürger für die nächsten Jahrhunderte beeinflussen wird.“

Über 1600 Unterschriften allein aus dem Landkreis Sigmaringen

Bild: Openpetition.de
Bild: Openpetition.de

Das erste Etappenziel, 1600 Unterschriften allein aus dem Landkreis Sigmaringen, ist noch Ende April erreicht worden. Dies hat zur Folge, dass die für die Region Verantwortliche, die Landrätin Stefanie Bürkle, über die erfolgreich laufende Bürger-Aktion informiert wird. Damit die Einwände gegen die geplante Nordtrasse und die Verbesserungsvorschläge der Bürgerinitiative bei den verantwortlichen Planern mehr Gewicht erhält, hofft die Bürgerinitiative aber auf weiterhin wachsende Unterschriftenzahlen. Bis zum Sommer werden weiter Unterschriften gesammelt, damit den politischen Entscheidungsträgern deutlich gemacht werden kann, für wie viele betroffene Menschen eine Trassenführung der Vernunft und Zukunft wichtig ist.

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Ankündigung Info-Abende in Laiz, Vilsingen und Engelswies

Info-Abende zur geplanten „Nordtrasse“, einer Straße mit Autobahnfunktion

Auf vielfachen Wunsch bietet die Bürgerinitiative „Nein zur Nordtrasse – Für eine Trassenführung der Vernunft und Zukunft e.V.“ drei weitere Informationsveranstaltungen mit anschließender Diskussion an. Diese finden statt in

 

Vilsingen in der Pfarrscheuer

am Donnerstag, den 27. April 2017 um 19:30 Uhr

 

Engelswies im St.-Verena-Saal

am Freitag, den 28. April 2017 um 19:30 Uhr

 

Laiz im Bürgersaal des Rathauses

am Montag, den 8. Mai 2017 um 19:30 Uhr

 

Die Bürgerinitiative möchte vor allem darüber informieren, was die „B 311 neu“ für unsere Raumschaft bedeutet, wenn diese wie geplant als „Nordtrasse“ gebaut würde. Auf die ganz spezifischen Belastungen der einzelnen Ortsteile wird in den jeweiligen Informationsveranstaltungen dann besonders eingegangen. Für alle anliegenden Gemeinden ergibt sich nämlich das Fazit, die „Nordtrasse“ minimiert nicht Belastungen, sondern sie verschiebt sie lediglich. Deshalb ist es wichtig, dass die Bevölkerung darüber informiert ist, was in ihrer Nachbarschaft zukünftig gebaut wird. Die Ablehnung der „Nordtrasse“ von möglichst vielen Betroffenen soll bewirken, dass die verantwortlichen Politiker über eine Neuplanung nachdenken. Mit einer langen Liste an überzeugenden Fakten wird die Bürgerinitiative an diesem Abend informieren und hofft auf eine große Anzahl unterstützender Unterschriften, die auch schon jetzt auf der Homepage www.nordtrasse.de möglich sind. Auf dieser Homepage findet sich außerdem umfangreiches Informationsmaterial zur geplanten „Nordtrasse“ und zum Verein.

Die Unterschriftenaktionen sind erfolgreich im Gange

Zum Stichtag Montag, 10. April 2017 haben schon 622 Personen aus dem Landkreis Sigmaringen mit ihrer Unterschrift die Unterstützung einer besseren Trassenführung bekräftigt.

Unterschriftenaktionen starten

Unterschriftenaktion gegen die Nordtrasse starten an der Haustüre und online

Der Verein „Nein zur Nordtrasse – Für eine Trasse der Vernunft und Zukunft e.V.“ bittet um Unterschriften möglichst vieler Bürger, um als große Gruppe von Gleichgesinnten die Nordtrasse in der bisher geplanten Form wirkungsvoll ablehnen zu können. Die Bürgerinitiative fordert eine Neuplanung der Trasse in seiner Ost-West-Verbindung zwischen Mengen und Meßkirch. Das Ziel soll dabei eine vernünftige Trassenführung der B 311 n sein, die aber auch die Interessen der Einwohner von Sigmaringen, Laiz, Inzigkofen, Vilsingen und Engelswies berücksichtigt. Die Ergebnisse der Unterschriftenaktion werden der Landrätin Stefanie Bürkle übergeben, verbunden mit der Werbung für ein Umdenken in den Trassenplanungen. Der Verein würde die Verkehrsplaner gerne bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen Trassenführung unterstützen.

Interessierte und Betroffene können Informationen und Fakten zur geplanten Nordtrasse auf der Homepage des Vereins, www.nordtrasse.de, finden und auch an dieser Stelle an der Online-Petition teilnehmen. Damit wird der Verein in seinen Anliegen unterstützt. Zusätzlich werden Vereinsmitglieder von Haus zu Haus gehen, Fragen beantworten und ebenfalls für eine Unterschrift zur Unterstützung werben. An dieser Unterschriftenaktion darf jeder teilnehmen. Nichtbetroffene Unterstützer und Personen, die noch gar nicht volljährig sind, sind mit ihrer Unterschrift genauso willkommen, wie betroffene Anwohner der geplanten Nordtrasse. Allerdings bittet der Verein lediglich um eine einmalige Unterschrift, also entweder online oder auf einer Unterschriftenliste in Papierform.    

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Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative

Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative „Nein zur Nordtrasse - Für eine Trassenführung der Vernunft und Zukunft e.V.“

Woyzeck  / pixelio.de
Woyzeck  / pixelio.de

Wir freuen uns über die große Resonanz bei der Informationsveranstaltung im Rathaus Inzigkofen und bedanken uns für Ihr Mitdenken und Mitdiskutieren! Gemeinsam mit Ihnen wollen wir uns für eine vernünftige Trassenführung der B 311n einsetzen. Wir möchten die Verkehrsplaner bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen Trassenführung unterstützen. Dabei sollen auch die Interessen der Einwohner unserer Gemeinden berücksichtigt werden – in Sigmaringen, Laiz, Inzigkofen, Vilsingen und Engelswies.

In einer Unterschriftenaktion werden wir für ein Umdenken werben und eine Neuplanung der Trasse fordern.

 

Alle, die uns bei der Durchführung der Unterschriftenaktion unterstützen wollen, treffen sich am


Dienstag, den 21. März, um 19 Uhr im Rathaus Inzigkofen.


Infos zu den Planungen B311n/B313

Weitere Informationen zu den laufenden Gutachten und Planungen auf der Sonderseite des Landratsamtes Sigmaringen:

http://b311n-b313.de

Nächste Aktionen

Zu den Aktivitäten der Bürgerinitiative in der Vergangenheit  finden sich Informationen auf Aktuelles und Presse.